Munich Journal Magazin für Deutschland,Europa und die Welt
Arif Abdullah Haidary
Arif Abdullah Haidary: Eine Stimme für Solidarität und Gerechtigkeit
Mein Weg. Meine Haltung. Meine Kandidatur.
Mein Name ist Arif Abdullah Haidary. Seit meiner Ankunft in Deutschland im Jahr 2015 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling kämpfe ich für eine gerechte, solidarische und vielfältige Gesellschaft. Nicht aus Distanz, sondern aus eigener Erfahrung. Was es heißt, neu anzukommen, ohne Sprache, ohne Sicherheit und ohne politische Stimme, habe ich selbst erlebt. Diese Realität prägt bis heute mein politisches Handeln.
Ich habe früh erfahren, wie hoch die Hürden für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte sind: bei Behörden, im Bildungssystem, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Diese Ungleichheiten sind kein Zufall – sie sind politisch gemacht. Deshalb habe ich mich entschieden, Politik nicht nur zu kritisieren, sondern aktiv mitzugestalten.
Mein Weg in Deutschland begann mit einem Deutschkurs, danach folgte die Berufsintegrationsklasse. Innerhalb von zwei Jahren erwarb ich meinen Hauptschulabschluss. Anschließend absolvierte ich eine Ausbildung zum Mediengestalter und entwickelte meine Leidenschaft für Fotografie weiter. Medien, Bilder und Öffentlichkeit sind für mich bis heute Werkzeuge, um sichtbar zu machen, was sonst oft unsichtbar bleibt: Lebensrealitäten, Ausgrenzung und Widerstand.
Seit dem 1. Oktober 2023 arbeite ich beim Bayerischen Flüchtlingsrat als Berater für Geflüchtete. Dort begleite ich Menschen, deren Existenz von politischen Entscheidungen abhängt. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn über das eigene Leben entschieden wird, ohne gehört zu werden. Genau deshalb setze ich mich konsequent für Rechte, Würde und Schutz ein – unabhängig vom Aufenthaltsstatus.
Parallel dazu engagiere ich mich seit vielen Jahren ehrenamtlich in zahlreichen Organisationen und Initiativen, unter anderem bei IG Jugend, der Kampagne Offen!, der Münchner Tafel e. V., Heimatstern e. V. und Lang Ran e. V. Ich bin Mitbegründer der Partei MUT und seit 2024 Jurymitglied des Mosaik-Jugendpreises. Seit zwei Jahren leite ich zudem Selbstverteidigungskurse für Menschen mit Migrationsgeschichte im Bellevue di Monaco. Diese Arbeit bedeutet für mich mehr als Sport – sie steht für Selbstbestimmung, Schutz und Empowerment.
Politisch engagiere ich mich als stellvertretender Vorsitzender des Münchner Migrationsbeirats. Dort vertrete ich die Interessen der migrantischen Stadtgesellschaft und mache strukturelle Missstände sichtbar. Doch mir ist klar: Beratung allein reicht nicht. Wer echte Veränderungen will, muss dort sitzen, wo Entscheidungen getroffen werden.
Deshalb kandidiere ich für Die Linke bei der Stadtratswahl im März 2026.
Ich kandidiere, weil Wohnen kein Luxus sein darf, sondern ein Grundrecht ist.
Weil Bildung allen gehören muss.
Weil soziale Sicherheit keine Frage der Herkunft sein darf.
Und weil eine demokratische Stadt nur dann funktioniert, wenn alle Menschen in ihr repräsentiert sind.
Die Linke steht für eine Politik der Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit und des Antirassismus. Diese Haltung teile ich nicht nur politisch – ich lebe sie. Gerade in Zeiten, in denen rechte Kräfte stärker werden und Menschen gegeneinander ausgespielt werden, braucht es klare Positionen und den Mut, Haltung zu zeigen.
Ich will eine Stadt, in der Vielfalt als Stärke verstanden wird.
Eine Stadt, in der niemand unsichtbar bleibt.
Eine Stadt, die schützt statt ausgrenzt.
Meine Kandidatur ist ein Angebot an alle, die an eine gerechte Gesellschaft glauben. An alle, die nicht akzeptieren, dass Armut, Rassismus und Ausgrenzung zum Normalzustand erklärt werden. An alle, die sagen: Das muss anders gehen.
Dafür trete ich an.
Für Die Linke. Für Solidarität. Für eine Stadt für alle.